Samstagabend in Berlin

Kinofeeling mag aufkommen, die 23 Uhr Vorstellung im damaligen Berlinale Kino, vielen bekannt unter dem Namen „Zoo Palast“ ist gut gefüllt und auf der Leinwand betrachtet wirkt Will Smith wie eine Legende. Doch ist ein Samstagabend schon nach dem Kino gegen 1.30 Uhr vorbei? Nein. Auf an den Potsdamer Platz, da gibt es eine gemütliche Cocktailbar mit individuell gemixten Cocktails. Kurz vorher noch im Cancun ne Kleinigkeit essen, dort gibt es nämlich nix – entdecken wir um kurz nach 2 nur Dunkelheit an der Tür der Bar. Okay, der Potsdamer Platz ist nun nicht das Highlight einer Berliner Nacht. Drum auf zur S-Bahn, die gerade weg war. 20 Minuten warten? Och nö. Taxi und ab zum Hackescher Markt. Dort war doch immer viel los…

Auf Disko oder Club hatten wir keine Lust, so kam weder das AM & PM noch andere Lokalitäten im Bahnhofsbau in Frage. Also ab Richtung Oranienburger Straße, da sind doch immer Bars, Kneipen und Cafes…

NUTTEN! Überall Nutten. Auf einen Tourist oder vielleicht Einheimischen kamen zwei dieser Dinger. Selbst ein „NEIN!“ ließ die nicht kalt und sie bettelten um Sex Geld. Da wir etwas trinken wollten liefen wir in Schlangenlinien die Straße entlang um am Ende festzustellen: TOD! Diese einstige Szenestraße ist aus der Mode, überall verwaiste Lokalitäten die dann meist auch schon geschlossen hatten. Es war doch erst halb 3. Eine gut gefüllte Bar entpuppte sich als Shisha-Bar, aber selbst als Nichtraucher war das egal. Die Bar wirkte gemütlich und wir tranken dort nun den heiß ersehnten Cocktail.

Natürlich wollten wir uns nicht einfach so geschlagen geben: Eine Bar nur am Abend. Nein, das geht nun gar nicht. Aber ein weiterer Versuch eine uns damals gut in Erinnerung seiende Bar zu besuchen endete damit, dass diese Bar nun ein Klamottengeschäft war, welches – genau, geschlossen hatte. Aber wir wussten nun, dass wir für 80 € hätten Sex haben können, 10 mal pro Straßenseite und für ganze 20 Minuten. Wahnsinn.
Wir hätten dann lieber für 80 € in 10 Bars für je 20 Minuten einen Cocktail geschlürft und der Abend wär gerettet.

Aber da es dort weder 10 Bars gab, noch die Cocktails günstig waren und wir eh länger als 20 Minuten dort sitzen wollten, hat das nicht geklappt. Und da die Oranienburger Straße ja eigentlich nur noch nen Straßenstrich ist mir vereinzelter Gastronomie werde ich beim nächsten Samstagabend sicher einen weiten Bogen um diese Gegend machen und mir irgendwo eine schöne Bar suchen. Vorschläge sind gern gersehen 🙂

Ich war dann um 6 zu hause, weil… genau, die Bahn war gerade weg…

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