Die Geschichte im Adventsbloggalender 2014: Aus dem Leben des Weihnachtsmannes – Teil 1

Auch dieses Jahr gibt es sie wieder, die Geschichte von mir für Euch 🙂

Rentierschlitten Weihnachtsbeleuchtung

Ein alter und leicht bärtiger Mann läuft an diesem Herbsttag die Straße entlang, als er von einem Jugendlichen angerempelt wird. Nur mit Mühe und Not kann er sich halten und verhindert einen Sturz auf den feuchten Asphalt. Das „Pass doch auf alter Sack“ nimmt er schon gar nicht mehr wahr, denn es ist doch immer dasselbe: Der Respekt in der Gesellschaft verkommt. Leider. Kopfschüttelnd und nachdenklich geht er weiter.

Wieder ein Tag, wie er täglich vorkommt, überall auf der Welt. Der alte Mann reist gerne durch die Welt und schaut sich die unterschiedlichen Kulturen an. Zum Jahrestag des Mauerfalls war er in der Hauptstadt gewesen und hat sich die Lichtmauer angeschaut, denn er kannte es noch zu gut, als er spezielle Überflugrechte beantragen musste. Zum Glück war die Zeit vorbei, aber anderswo auf der Welt hat er immer sehr ähnliche Bilder gesehen.

In einem kleinen Cafe kehrt der alte Mann ein und bestellt lächelnd ein Stück Apfel-Zimt-Kuchen. „Mit Sahne“ fragt die Bedienung grimmig zischend. Der alte Herr lehnt freundlich ab und vernimmt ein leises „Sie sind eh zu fett“, was die Bedienung vor sich hin murmelte. Lächelnd nahm der gut hörende alte Herr sein Stück Kuchen und setzte sich auf einen freien Platz, der leider noch ziemlich verdreckt vom vorherigen Gast war. Der alte Mann aber lächelte nur und aß sein Stück Kuchen, auf dass er sich schon sehr gefreut hat. Im Bus auf dem Weg nach Hause lächelte der Busfahrer den alten Mann an und winkte ihn durch. „Heut brauchste keen Ticket Vatterchen“ witzelte der Fahrer und das Lächeln im Gesicht des alten Herren war deutlich zu sehen. „Dank Dir Hans, Du warst schon immer ein liebes Kind“ nuschelte der alte Mann und setzte sich auf einen freien Sitzplatz. Er weiß, dass Hans nur das Danke hörte und war trotzdem glücklich, dass es solche Menschen auch noch gab. Selten sind sie geworden.

Oft kam es nicht vor, dass der alte Mann mit einem freundlichen Lächeln begrüßt wurde. Dabei lächelte er fast jeden Tag, denn nur so macht ihm sein Leben spaß. Der weit verbreitete Egoismus und auch die Tatsache, dass die Menschen verlernen glücklich zu sein ist schmerzlich. Abends in den Nachrichten sieht er wieder die professionelle Emotionslosigkeit in Form der Nachrichtensprecher, die von getöteten Kindern zum Terror, zur Politik und zwischendrin von freudigen Menschen an der Lichtmauer berichten. Aber dieses Ereignis wird natürlich auch wieder von geklauten oder zerstörten Ballons überschattet. Der alte Mann denkt darüber nach, dass es ohne die Vergangenheit bestimmt für viele Menschen nicht leichter geworden wäre und er kann mit Sicherheit sagen, dass Jens früher nicht so emotionslos war, sondern ihn viele Nachrichten persönlich berührten. Aber er weiß auch, dass man im Job Abstand braucht und die Beiträge sortiert ja nicht Jens. Armer Junge denkt er, während Klaus den Fernseher ausschaltet…

to be continued

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