Häsin mit Gedanken an den Richtigen – die Ostergeschichte Teil 6

this one is dedicated to the dog on the picture… Geebo, wir vermissen Dich!

…der Richtige muss es sein. Mit diesen Worten im Kopf verließ Bell dann auch die Party irgendwann in der Nacht und hoppelte durch die Straßen nach Hause. Taxi fahren wollte sie nicht, denn dafür war sie zu nachdenklich geworden. Und Sola sollte auch nicht mit, denn Bell wollte ihre Ruhe haben. Entspannt durch die schöne Frühlingsnacht wandern und an den Richtigen denken. Okay. Sie wusste ja gar nicht wie er ist, der Richtige. Was ist schon richtig? Merkt man es, oder muss man abstriche machen und der Richtige ist auf dem ersten Blick gar nicht der Richtige sondern hat ganz viele Macken? Oder ist er Richtig und sie merkt im Nachgang, dass es doch Macken gibt, mit denen sie aber leben muss, denn Nobody’s perfect?

Während Bell gedankenverloren nachdachte, erinnerte sie sich an einen Hund… Den hat sie vor einiger Zeit mal an einem Strand getroffen und dieser Hund wohnte bei einer Familie, eine Familie wie sie sich die immer wünscht. Der Hund erzählte Ihr wie toll es ist, die kümmern sich den ganzen Tag um mich, die spielen mit mir und gehen mit mir raus, wenn ich mal wieder Geschäfte erledigen muss. Die nehmen mich sogar mit an den Strand.
Ja, genau an diesem Strand trafen sich die beiden vor einiger Zeit im Frühling – der Hund war mit einem seiner beiden Herrchen in den Urlaub gefahren und beide genossen an diesem Tag das Frühlingswetter. Herrchen lag irgendwo im Sand und grinste die ersten Sonnenstrahlen an und der Hund tobte durch den Sand und rannte den Möwen hinterher, bis er etwas durch den Sand hoppeln sah. „Wuff“ machte er damals und Bell erschrak fast zu Tode. Der Hund grinste etwas blöd, da er sich wohl auch etwas erschrocken hatte, aber dann lächelte er und fragte was sie hier mache. Bell wusste es damals selbst noch nicht, denn sie hatte zwar einen Hasen an Ihrer Seite, aber es war definitiv nicht der Richtige. Das wusste sie jetzt als sie über den Richtigen nachdachte.

Warum denkt sie jetzt an den Hund, fragte sich Bell während sie ihre Haustür aufschloss. Was hat das ganze mit Geebo, also dem Hund zu tun? War es das, was der Hund erzählte, das was ihr nun durch den Kopf ging? Was es die Tatsache, dass der Hund immer glücklich war mit seiner Familie, war es die Tatsache, dass der Hund wusste, er hatte die Richtigen gefunden und dass die ganz von alleine kamen und er gar nicht suchen musste? Dass Geebo ein tolles Hundeleben hatte mit tollen Herrchen & Frauchen? Dachte Bell an den Hund, weil sie wissen wollte, was es bedeutet den Richtigen zu finden? Sie war nun total verwirrt, verunsichert und wünschte sich irgendwie, ihre Gedanken klar deuten zu können. Sie erinnerte sich, wie der Hund ihr ganz viel erzählte, denn sie saßen stundenlang am Strand. Sie erinnerte sich an die schönen Erlebnisse und Erfahrungen und war damals total neidisch auf den Hund, der absolut glücklich war mit seiner Familie.

Was wollen ihr die Erinnerungen nur sagen? Bell war traurig, denn sie war alleine. Sie war einsam und niemand war für sie da. Nur Ihre Freundinnen, aber sie wollte nicht nur Freunde, sie wollte einen Sonnenschein, der sie morgens mit einem Lächeln begrüßt und sie beschützt oder auch mal nur festhält. Ihren Sonnenschein. Und dann eine Familie. Bell fing an zu weinen, als sie an den Hund dachte… er war damals schon alt und krank aber genoss noch jede freie Zeit mit seiner Familie. Er war ein toller Kerl. Und sie wusste nun, was es heißt, den Richtigen zu finden und woran sie dies erkennen wird.

Bell zückte ihr HasoPhone und tippte die Nummer von Sola, denn sie wollte nun doch nicht alleine einschlafen. Sola grinste ins Telefon und sagte: Ja Hasi, ich wusste es doch irgendwie, bin gleich bei Dir…

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